Globalgrundschuld - Nominalzins - www.Wohnbaufinanzierung.Berlin

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Globalgrundschuld - Nominalzins

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Die Globalgrundschuld, die gelegentlich auch Globalbelastung genannt wird, ist ein auf mehrere Grundstücke übergreifendes eingetragenes Grundpfandrecht. Die Globalgrundschuld wirkt somit ähnlich wie eine Gesamtgrundschuld. Bei Globalgrundschuld haftet jedes Grundstück für den gesamten Betrag des Grundpfandrechts. Der Gläubiger der Grundschuld, der in der Regel auch der Darlehensgeber ist, kann im Verwertungs-, Sicherungsfall alle oder ein beliebiges Grundstück zur Befriedigung seiner Forderung heranziehen bzw. verwerten.

Das Grundbuch ist ein beim Amtsgericht geführtes Verzeichnis/Register, das die Rechtsverhältnisse eines Grundstücks beinhaltet. Das Grundbuch gibt unter anderem Auskunft über die Eigentumsverhältnisse sowie die Größe und Nutzungsart des Grundstücks. Zudem gibt es Auskunft über die Rechte an anderen Grundstücken, Lasten und Beschränkungen, die auf dem Grundstück eingetragen sind. Jedermann kann das Grundbuch einsehen, solange ein berechtigtes Interesse vorliegt. Das Grundbuch genießt den öffentlichen Glauben, was bedeutet, dass auf die Richtigkeit der Angaben vertraut werden kann.

Im Grundbuchauszug sind alle einem Grundstück zugeordneten Grundbucheintragungen vermerkt. Ein Grundbuchauszug kann beim Amtsgericht bzw. Grundbuchamt eingeholt werden.

Die Grunderwerbsteuer ist beim Kauf bzw. Erwerb von bebauten oder unbebauten Grundstücken zu entrichten.

Das Grundpfandrecht ist ein dingliches Recht an einem Grundstück, zum Beispiel durch eine Hypothek oder Grundschuld.

Die Grundschuld ist ein dingliches Recht eines Dritten aus einem Grundstück oder einem grundstücksgleichen Recht, zum Beispiel einem Wohneigentum/Erbbaurecht, das zu Gunsten eines beliebigen Gläubigers in das Grundbuch beim Amtsgericht eingetragen wird. DieGrundschuld wird dabei häufig als Kreditsicherungsinstrument verwendet. Eine Grundschuld wird nicht an eine persönliche Forderung gebunden, stellt jedoch eine Zahlungsverpflichtung aus einem Grundstück, einer Eigentumswohnung oder einem Erbbaurecht dar.

Bei der Grundschuldbestellung gibt der Eigentümer eines Grundstücks, einer Eigentumswohnung oder eines Erbbraurechts sein Einverständnis zur Belastung mit einer Grundschuld. Der wesentliche Teil der Grundschuldbestellung ist der Antrag zur Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch beim Amtsgericht bzw. Grundbuchamt. Die Bewilligung der Eintragung bedarf einer notariellen Beurkundung. Die Einigung zwischen Eigentümer und Schuldner kann formfrei stattfinden.

Der Grundschuldzins kommt erst dann zum Tragen, wenn der Darlehensnehmer in Zahlungsschwierigkeiten bzw. -verzug gerät. Der Grundschuldzins wird im Grundbuch bei der Grundschuld mit eingetragen. Der Darlehenszins und der Grundschuldzins sind nicht identisch und im Grundbuch ist dafür eine Abgrenzung vorgesehen. Im Normalfall bleibt der Grundschuldzins ein fiktiver Zinssatz, welcher nie zum Tragen kommt. Die Banken sichern sich mit dem Grundschuldzins gegen eine eventuell auftretende Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers ab. Kommt es zu einer Zwangsversteigerung der Immobilie, auf der die Grundschuld eingetragen ist, erhöht sich die Forderung der Bank zusätzlich zur Grundschuld um den Grundschuldzins. Auf diese Weise sichert sich die Bank für den Fall ab, dass zusätzliche Kosten entstehen. DerGrundschuldzins beläuft sich in der Regel auf 12 % bis 20 %.

Das Katasteramt, auch Liegenschaftsamt genannt, führt die Liegenschaftsbücher; das sind Verzeichnisse der technischen Daten aller Grundstücke einer Gemeinde.

Konditionenanpassung

Vor dem Ablauf einer Zinsfestschreibung eines Hypothekendarlehens müssen zwischen dem Darlehensnehmer und dem Darlehensgeber die Anschlusskonditionen vereinbart werden. Hierfür sollte der Darlehensnehmer rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindung – ca. 36 Monate vorher – das Gespräch mit dem Baufinanzierungsberater seines Vertrauens suchen. Anschließend wird dem Darlehensnehmer ein entsprechendes Angebot zuteil, in dem die neuen Konditionen aufgeführt sind. Entscheidet sich der Darlehensnehmer für eines der entsprechenden Angebote, so kommt es nach Ablauf der Zinsbindung zur Konditionenanpassung.

Der Kreditbedarf ergibt sich jeweils aus der Differenz zwischen den Gesamtkosten und den einzubringenden Eigenmitteln.

Die Kreditfähigkeit ist die Fähigkeit, rechtsgültig einen Kreditvertrag abzuschließen. Grundlagen zur Beurteilung der Kreditfähigkeit sind die Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Rechtsfähig sind alle natürlichen Personen mit Vollendung der Geburt. Geschäftsfähig sind grundsätzlich alle natürlichen Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Kreditvermittlungskosten können im Rahmen einer Baufinanzierungsvermittlung durch einen „Makler" entstehen, der einen Kredit für einen Kunden vermittelt. Die Baufinanzierungsberater der Deutschen Hypothekenhilfe werden ausschließlich von den Kreditinstituten bezahlt, sodass unseren Kunden grundsätzlich keine Kosten entstehen.

Die Makler- und Bauträgerverordnung dient beim Erwerb eines Eigenheims von einem Bauträger dem Schutz der Vermögensinteressen des jeweiligen Käufers. In der Makler- und Bauträgerverordnung wird unter anderem geregelt, unter welchen Voraussetzungen ein Bauträger von einem Käufer die Zahlung des Kaufpreises in einer Summe oder in Teilbeträgen verlangen kann.

Der nominale Kreditbetrag ergibt sich jeweils aus den geschlossenen Darlehensverträgen.

Der Nominalzins ist der Zinssatz, nach dem ein Kredit mathematisch verzinst wird. Der Nominalzins wird dabei jeweils auf die Restschuld berechnet. Beim Nominalzins wird auch vom "reinen" Zins einer Baufinanzierung gesprochen.


 
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